Klettersteigwochende in der Brenta

Klettersteigwochende in der Brenta

Text und Foto: Walter Widmann Treffpunkt für alle war dann wieder das Rifugio Casinei, von dort Vom 25.-27. Juli 2014 fuhren fünfzehn Bergfreunde ins Trentino, um in der Brenta einige Klettersteige zu begehen.Nach einer individuellen Anreise nach Madonna di Campiglio und einem ca. einstündigen Aufstieg traf man sich zum gemeinsamen Abendessen auf dem Rifugio Casinei. Über Nacht hatte es zu regnen begonnen und dieser Regen sollte die Gruppe den ganzen Tag über begleiten, leider. Deshalb fiel der geplante Klettersteig regelrecht ins Wasser,da half auch alles abwarten nichts. Über das Rifugio Brentei ging es schließlich zum Rifugio Alimonta, das die total durchnässte Gruppe nach knappen drei Stunden erreichte. Trockene Kleidung aus dem Rucksack und eine gute Bewirtung sorgten dafür, dass sich die Stimmung wieder aufhellte. Am Sonntag hatte es zwar aufgehört zu regnen, aber ein so richtiges Hochgefühl konnte nicht aufkommen, weil die Wolken immer noch die Berge verhüllten und die Steine immer noch nass waren. Während ein paar Teilnehmer über den Klettersteig „Bochette Centrale“ stiegen, ging der Rest der Gruppe eine Etage tiefer, den Klettersteig „Sentiro Sosat“ zum Rifugio Tuckett. Unterwegs ließ sich, wer hätte es gedacht, für kurze Momente die Sonne blicken und die Bergfreunde konnten erahnen, wie schön es in den „Dolomiti di Brenta“ sein könnte, wenn …… drängte es den einen oder anderen mehr oder weniger schnell über den Brenner drüber nach Hause. Sektionstour mit Hindernissen Die Sektionstour, die heuer vom 24.-26. August 2014 stattfand, stand dieses mal unter keinem glücklichem Stern. So war die Teilnehmerzahl sehr gering, außerdem gab es Probleme bei der Reservierung und zudem spielte den Bergfreunden das Wetter einen Streich. Nichts desto trotz gingen die Alpinisten frohen Mutes bei Schneefall von der Bieler Höhe (2009 m) zum Tourenstützpunkt Saarbrücker Hütte (2538 m), denn das Wetter konnte ja nur besser werden und tatsächlich legte der Niederschlag am nächsten Morgen eine Pause ein und ab und zu lugte sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor. Gut gelaunt startete die Tour mit einem Aufstieg auf die 2776 m hohe Seelücke. Dieser Übergang bildet die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Auf schweizer Boden ging es dann ein stückweit bergab, um dann in einem weiteren Anstieg auf das Plattenjoch zu gelangen. Dort wurden die Rucksäcke deponiert und in einer halben Stunde auf die Westl. Plattenspitze (2833 m) gekraxelt. Wie man dem nebenstehenden Bild entnehmen kann, waren manche Alpinisten so in Schwung, dass diese höher und höher steigen wollten. Text und Foto: Walter Widmann Auf dem Rückweg zur Hütte wurde es dann noch einmal spannend, weil zwischen der Schweizerlücke und der Krömerlücke noch zwei kleinere Gletscher gequert werden mußten. Kurz vor dem Eintreffen auf der Hütte fielen dann schon wieder die ersten Regentropfen vom Himmel und die Freude auf ein Dach über dem Kopf und ein schmackhaftes Abendessen wuchs von Schritt zu Schritt. Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht bedankte sich die Gruppe für die hervorragende Bewirtung bei Hüttenwirt Bruno und nahm bei Regen den Abstieg in Angriff. So endete die Sektionstour so wie sie begonnen hatte, nämlich nass. Bilder im Internet: Viele Fotos über vergangene Touren, können aus dem Internet (www.neusob.de/dav-sob) abgerufen werden. Buchbesprechung Gran Paradiso – Wandern auf der piemontesischen Seite des Nationalparks Der weitläufige Nationalpark Gran Paradiso liegt zu fast glei- chen Teilen in der Autonomen Region Valle d’Aosta und in der Region Piemont (Provinz Turin, Soana- und Orco-Tal). Der valdostanische Teil ist touristisch gut erschlossen und viel besucht. Der piemontesische Teil dagegen liegt im Ab- seits. Er verfügt kaum über touristische Infrastruktur. Hier dominiert eine großartige Hochgebirgsnatur mit steilen Felswänden und zackigen Gipfelgraten aus hartem Gneis- Gestein. Neben Gletschern und Karseen imponieren eine artenreiche Flora und Fauna. Zeugnisse menschlichen Lebens finden sich in gut erhaltenen Dörfern aus Stein, in historischen Weganlagen sowie in den religiösen Bildstöcken des Soana-Tals. Werner Bätzing und Michael Kleider be- schreiben eine neuntägige Wanderung auf der GTA als Basisroute sowie eine anspruchsvolle hochalpine Durch- querung (fünf Tagesetappen) von Seitentälern des Orco-Tals. Informationen zu Natur, Umwelt, Geschichte, Kultur und Wirtschaft lassen den Wanderer diese faszinierende Gebirgs- landschaft nicht nur bewundern, sondern auch verstehen.

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