Alpenverein Schrobenhausen – Tour zur Wangenitzseehütte (11. – 13. Juli 2025)

Aufstieg ins Debanttal zur Wangenitzseehütte
Am Freitagmorgen ging es früh los: Um 6:00 Uhr startete unsere Tour des Alpenvereins Schrobenhausen in Richtung Osttirol. Ziel war der Parkplatz Seichenbrunn im Debanttal, das als eines der schönsten Tauerntäler gilt. Eingebettet in die Schobergruppe bot sich uns eine beeindruckende alpine Kulisse mit blühenden Almwiesen, klaren Bächen und immer wieder tollen Ausblicken ins Tal. Insgesamt waren wir zwölf Teilnehmer, gut gelaunt und wanderfreudig.
Der Aufstieg zur Wangenitzseehütte, bei dem rund 900 Höhenmeter zu bewältigen waren, begann bei gutem Wetter. Die Sonne schien durch hohe Wolkenfelder, und die Temperaturen waren angenehm – ideales Wanderwetter. Doch auf den letzten Höhenmetern zeigte sich das Gebirge von seiner launischen Seite: Aprilwetter im Juli mit Graupelschauern und Regen machte den finalen Anstieg zur Hütte überraschend anspruchsvoll. Für eine zusätzliche Anekdote sorgte ein kleines Missgeschick: Bei einem Teilnehmer begannen sich beim Aufstieg die Schuhe aufzulösen. Der Weg zur Hütte konnte zum Glück noch bewältigt werden, doch oben war klar – ohne Reparatur ging es nicht weiter. Glücklicherweise hatte jemand gelbes Panzertape dabei, mit dem die Wanderstiefel auf der Hütte notdürftig geflickt wurden.
Oben angekommen, wurden wir dafür umso mehr belohnt. Die Wangenitzseehütte liegt auf 2.508 Metern Höhe, malerisch am gleichnamigen See gelegen, direkt an der Grenze zwischen Osttirol und Kärnten. Die Hütte selbst ist urig und gemütlich, mit sehr freundlichen Wirtsleuten, die uns herzlich empfingen. Der erste Abend war geprägt von guter Stimmung, warmem Essen und dem Austausch über die Tour.

Nossbergerhütte und zwei Wege durch die Schobergruppe
Am zweiten Tag ging es bei angenehmem Wetter weiter – wolkig, aber trocken und nicht zu heiß. Die Gruppe teilte sich für die Tour zur Nossbergerhütte auf. Eine Gruppe nahm den Weg über die Niedere Gradenscharte und verbrachte ausgedehnte Zeit am malerisch gelegenen Großkirchheimer See auf etwa 2.800 Metern Höhe. Zwei der Damen ließen es sich nicht nehmen, dort ein kurzes, aber erfrischendes Bad zu nehmen. Die andere Gruppe wählte die anspruchsvollere Route über die Hohe Gradenscharte, wo Schneefelder in der Scharte den Weg erschwerten. Nach dem Abstieg zur Nossbergerhütte wurde auf dem Rückweg zusätzlich noch der Keeskopf mit seinen 3.081 Metern bestiegen. Nach insgesamt neun Stunden kehrten auch sie wieder zur Wangenitzseehütte zurück, müde, aber zufrieden.
Abstieg vor dem Regen – perfektes Timing

Am Sonntag stand der Abstieg zurück ins Tal über die Lientzer Hütte an– das Ziel der letzten Sektionstour des Alpenvereins Schrobenhausen. Der Wirt erinnerte sich noch gut an unsere Gruppe und ließ es sich nicht nehmen, uns zur Begrüßung eine Runde Schnaps auszugeben. Zwar drohte Regen, doch wir hatten Glück: Noch vor den ersten Tropfen erreichten wir das Auto und konnten trocken die Heimreise antreten.
Der Aufenthalt auf der Wangenitzsee Hütte war durchweg angenehm – ein herzliches Team, gute Verpflegung und eine wunderbare alpine Lage machten diese Tour zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Die wilde, ursprüngliche Landschaft der Schobergruppe und die Abgeschiedenheit fernab großer Touristenströme hinterließen bleibenden Eindruck. Eine Tour, an die man sich noch lange gerne erinnern wird.


























































































